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1961-2015, 54 Jahre "Die Bauern"

Man schreibt das Jahr 1961!

Unsere Vaterstadt Mainz war mitten in den Aufbau- und Vorbereitungsarbeiten zum Jahr 1962 und zu den Feierlichkeiten "2000 Jahre Mainz."
Die Fastnachtskampagne welche unter dem Motto stand: "Sowas - dess gibt’s nur in Määnz" war gerade zu Ende gegangen und alle guten Vorsätze nach den oft gepriesenen Worten von "Narrheit - Gleichheit – Einigkeit" wurden über den Haufen geworfen.

Der Fanfarenzug der Garde der Prinzessin trennte sich von der Garde mit dem Ziel einen eigenen Verein zu gründen.

Im Gasthaus "Zum schwarzen Bären" in der Holzstraße wurde das Vorhaben in die Tat umgesetzt und im Frühjahr 1961 unter dem Vorsitz von Hans Boland und der Stabführung von Heinz Feldheim der Fanfarenzug Mainz Altstadt "Die Bauern" aus der Taufe gehoben .
Den Grundsatz: "Wir sind und werden keine Garde im herkömmlichen Sinne und militärische Ränge und Ehrenzeichen gibt es bei den Altstadtbauern nicht" haben die Gründer dem Verein mit in die Wiege gelegt.

Zur Traditionsuniform, welche vom 11. im 11. eines jeden Jahres bis Aschermittwoch getragen wird, wählte man die Kleidung, die in vergangenen Zeiten von den Bauern des damaligen Mainzer Ortsteil "Vilzbach" getragen wurde wenn sie auf den Märkten der Stadt ihre landwirtschaftlichen Produkte und Waren zum Verkauf anboten.
Sie besteht aus schwarzen Schuhen, roten Kniestrümpfen, einer weißen Kniebundhose, einem blauen Kittel und einer weißen Zipfelmütze mit einer roten Bommel.

Mut, Eifer, Ausdauer und fachliches Können standen beim Auf- und Ausbau des Vereins Pate.

Finanzielle Eigenhilfe, einige Spenden aber ganz besonders die Opferbereitschaft der Spieler, der Vorstandsmitglieder sowie aller Mitglieder waren das Fundament für den Erfolg der späteren Jahre.
 

1962 - 1972

Die Zeit verging, Heinz Feldheim löste inzwischen Hans Boland als 1. Vorsitzenden ab und seine Ehefrau Lydia übernahm die Stabführung. Die Altstadtbauern waren in den Folgejahren eifrige und vor allem sehr erfolgreiche Wettstreitteilnehmer.

Sie bestachen nicht nur durch ihr musikalisches Können, sie wussten auch durch ihre saubere und vor allen Dingen immer einheitliche Kleidung bei allen öffentlichen Auftritten auf sich Aufmerksam zu machen.

Die Folge dieser positiven Erscheinung war der Zustrom neuer Aktivmitglieder, die wiederum vor allen Dingen aus Jugendlichen bestanden.

Und wie sagt ein altes Sprichwort:
"Wer die Jugend hat - der hat die Zukunft"


Unter diesen besagten Jugendlichen war auch ein junger Mann, dessen Name hier stellvertretend für alle genannt werden muss, denn sein Name gehört zu den Altstadtbauern wie das Helau und der Narrhallamarsch zur Fastnacht.

Sie wissen sicher schon wen ich meine - es ist kein anderer als unser heutiger
>> Ehrenvorsitzender Karl Heinz Lay! <<


Das Vereinsleben zog sich so dahin - die Jahre vergingen wie im Flug und die Phasen des Aufbaus und der steten weiteren Entwicklung trugen bei nationalen und internationalen Wettstreiten ihre Früchte!

Im Jahre 1968 übernahm Karl Heinz Lay von Heinz Feldheim das Amt des 1. Vorsitzenden.
An mancher Stelle in der Mainzer Vereinswelt tauchte die Frage auf: Was wird dieser junge Mann mit seinen 23 Lenzen schon bringen und bewegen können??

Und er brachte Bewegung in die Altstadtbauern!

Das Gründerlokal "Zum Schwarzen Bären" fiel im Rahmen der Altstadtsanierung der Spitzhacke zum Opfer und es folgte der Umzug in die Grebengasse in die Gaststätte "Zur Domklause".

Nach nur kurzer Zeit als 1. Vorsitzender übernahm Karl Heinz Lay auch die Stabführung.
Unter seiner Leitung vollzog sich im Jahre 1969 die Wandlung vom Fanfarenzug zum "Modernen Fanfarenzug". Eine neue Ära hatte begonnen.

Durch den großen Zuspruch wurde auch die Domklause als Vereinslokal bald zu klein und man ging auf die Suche nach einer neuen und größeren Bleibe - die in der Markthalle in der Neutorstraße gefunden wurde.

So nach und nach reifte der Wunsch, ein eigenes Vereinsheim zu besitzen.
Der Plan nahm alsbald auch Gestalt an, denn man konnte von der Bundesbahn die Stockwerke über der Markthallengaststätte anmieten.

Die Räumlichkeiten waren nun gefunden und man hatte sich eine Menge Arbeit eingehandelt.
Aber die Frauen und Männer um Karl Heinz Lay wussten worauf sie sich eingelassen hatten und wo der eiserne Wille vorhanden ist, ist auch der Weg zum Erfolg nicht weit.

Im Mai 1972 war es dann soweit. Das Vereinsheim konnte in Anwesenheit von Vertretern der Stadtverwaltung und vielen befreundeten Vereinen seiner Bestimmung übergeben werden.

Die Bauern waren sesshaft geworden und das Vereinsleben ging seinen gewohnten Gang.
In der Folgezeit wurden 2 Landesmeistertitel und 1971 sogar der Titel "Deutscher Vizemeister" errungen.
 

1972 - 1988

Als Karl Heinz Lay sich 1974 aus beruflichen Gründen aus der Vereinsführung zurückzog, folgten ihm Hans Sternhart, Hans Dötsch und ab Sommer 1981 Friedel Klein in der Vereinsführung.

Nach 4 Jahren der Bauernabstinenz kehrte Karl Heinz Lay im Jahre 1978, sehr zur Freude aller Altstadtbauern, an die Stätte seines früheren Wirkens zurück.
Schon nach kurzer Zeit übernahm er wieder das Amt des Stabführers von Walter Drews der sich in der Zeit von 1975 bis 1978 in dem nicht immer leichten Amt verdient gemacht hatte.

Das Jahr 1979 bescherte den Altstadtbauern die erste Einladung in die USA zur Steubenparade 1980.

Was am Anfang schier unmöglich schien wurde möglich gemacht und die Reise für 98 Personen incl. Schlachtenbummler zu einem Riesenerfolg!
Darum war es auch nicht verwunderlich, dass im Jahre 1982 die zweite und 1988 die dritte Einladung in die USA folgte.

Alle Einladungen wurden selbstverständlich wahrgenommen und, mit einem reichhaltigen Freizeitangebot versehen, für alle Teilnehmer zu einem Erlebnis von dem man heute noch gerne spricht, obwohl die erste Reise schon fast 30 Jahre zurückliegt.

Wer nun aber der Meinung ist, dies seien die einzigen Aktivitäten in dieser Zeit gewesen sieht sich getäuscht. Das ständige Bestreben im Musikzug das Niveau zu halten wurde von dem eisernen Willen einer Leistungssteigerung überrollt.

Die instrumentale Umbesetzung von Natur auf Ventilinstrumente und die Verstärkung durch Hansi Sprenger mit seiner Orgel setzten im Jahre 1981 neue Akzente bei den Altstadtbauern.

Der neue Bauernsound war geboren und aus dem

"Modernen Fanfarenzug" wurde die "Musik - Show – Band".

Neben den musikalischen Erfolgen sollte aber auch die Geselligkeit unter den Mitgliedern außerhalb der 5. Jahreszeit nicht zu kurz kommen.
Gemeinsam mit dem ASV Mainz 1888 wurden im Hof der Eisgrubschule einige Sommerfeste veranstaltet.

Stets eine Augenweide dieser Sommerfeste war der Frühschoppen mit der Finther Trachtenkapelle. Befreundete Vereine und viel Prominenz, an der Spitze unser Freund und damaliger OB Jockel Fuchs waren dort Stammgäste.

Er, Jockel Fuchs, war es auch, der die Idee hatte , dass die Achse ASV 1888 und Altstadtbauern wie geschaffen wäre, die seit 20 Jahren schlummernde Vilzbacher Kerb aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken.
Wie heißt es so schön: "Wo ein Wille ist - gibt es auch einen Weg" und er wurde gefunden!
1984 fand auf dem ehemaligen Werksgelände von Mercedes, ausgerichtet vom ASV Mainz 1888 und den Altstadtbauern die Vilzbacher Kerb wieder statt.

In den Jahren 1985 bis 1987 zeichneten die Altstadtbauern alleine für die Veranstaltung verantwortlich.
1986 wurde in Verbindung mit unserem 25-jährigen Jubiläum am Kerbesonntag ein Freundschaftstreffen mit befreundeten Musik- und Fanfarenzügen veranstaltet, dem sich sogar ein kleiner Festzug durch die Altstadt anschloss. Eine Sommerreise der Altstadtbauern nach Spanien und die musikalische Geburtstagsfeier im Eltzer Hof ließen das 25-jährige Jubiläum zu einem unvergessenen Erlebnis werden!

Als im Jahre 1987 mit dem Bau des IBIS Hotel begonnen wurde, ging der Kerbeplatz verloren und der Versuch im Jahre 1988 in der Neutorstraße entlang der Neutorschule ein Ersatz zu schaffen war in Folge technischer Schwierigkeiten ein Schlag ins Wasser.

Aus gesundheitlichen Gründen musste Friedel Klein im Herbst 1988 auch das Amt des 1. Vorsitzenden abgeben. Er wurde auf Grund seiner Verdienste um die Altstadtbauern zum Ehrenvorsitzenden ernannt und Karl Heinz Lay sein Nachfolger.
Der wiederum wurde von Walter Drews als musikalischer Leiter abgelöst.
In der Folgezeit teilten sich Walter Drews und Klaus Dieter Müller das Amt des musikalischen Leiters bis zum Jahre 1994.
Seit 1994 waren nun Udo Bitz und Michael Guckes für den Musikzug verantwortlich und haben sich bestens bewährt.
Während Michael Guckes noch heute, nach über 15 Jahren, als musikalischer Leiter im Amt ist, gab es bei den Stellvertretern einige Wechsel.
Armin Haupt folgte Udo Bitz, Klaus Scherrer löste Armin Haupt und Karlheinz Bärtsch wiederum vor einigen Jahren Klaus Scherrer ab.
 

1989 - 1994 - 2000

Die Zeit verging wie im Fluge und schon schrieb man das Jahr 1989!

Es sollte für die Altstadtbauern zu einem Schicksalsjahr werden!!

Auf Grund der im Jahre 1988 gesammelten negativen Erfahrungen war man sich im Klaren:
"Die Vilzbacher - Kerb konnte nicht mehr ausgerichtet werden"

Doch es sollte noch dicker kommen!

Was sich bereits in der Vergangenheit abgezeichnet hatte wurde Wirklichkeit.
Die Deutsche Bundesbahn hatte die Markthalle an die Stadt Mainz verkauft, der Stadtrat den Beschluss gefasst dem Markthallenbetrieb nach Hechtsheim zu verlagern und die bisherige Markthalle zu einem Römerschiffmuseum umzubauen.

Nach fast zwei Jahrzehnten flatterte uns die Kündigung für unser Vereinsheim auf den Tisch.
Der Oberbürgermeister Hermann Hartmut Weyel besuchte persönlich unser Vereinsheim, um sich ein Bild von dem machen zu können, was für uns der Verlust unseres Vereinsheimes bedeutet.

Dank Herrn Karl Delorme, der ebenfalls dieser Besprechung beiwohnte und seiner Fürsprache und seinem Grundsatz: "Die Altstadtbauern müssen in der Altstadt bleiben" zeichnete sich bald eine Lösung ab.

In der Neutorschule gegenüber von unserem alten Vereinsheim wurde uns eine neue Bleibe zugewiesen!

Die Umbauarbeiten konnten beginnen und nach monatelangem unermüdlichem Einsatz wurde am 1. Dezember 1989 unser neues Vereinsheim seiner Bestimmung übergeben.

In der Umbauzeit wurden von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern 10.000 Arbeitsstunden geleistet und aus der Vereinskasse 40.000 DM investiert.

Zur Eröffnung ließ uns der OB einen Scheck über 150 DM überreichen!

Ich darf Sie jedoch beruhigen:
Es war kein Darlehen - wir durften es behalten!


Als Gegenleistung für diese großzügige Spende wurde in der Folgezeit in ganz kurzen Abständen 2 x die Miete erhöht!

Aber die Freude an unserem neuen Vereinsheim und der Stolz es zu besitzen half uns auch dieses zu verschmerzen.

1990 war ein Jahr zum Eingewöhnen und in der Folgezeit gingen die Veranstaltungen und Auftritte in gewohnter Präzision über die Bühne.
Ausflüge nach Grevenmache (Luxemburg) zum Sekt- und Weinfest verbunden mit einem Auftritt beim Festzug und eine 3-Tagefahrt für Aktive und treue Helfer zum EURO–DISNEY nach Paris waren ein kleines Dankeschön für die geleistete Arbeit zum Wohle der Altstadtbauern.

Im Jahre 1994 wurde nicht nur der "Große Bauernrat" eine Gruppe von Freunden und Förderern der Altstadtbauern gegründet sondern auch das 3 x 11-jährige Jubiläum der Altstadtbauern gefeiert.
 

1994 - 3 x 11 Jahre >>Die Bauern<<

Zu diesem Anlass erreichte uns ein Grußwort mit der Überschrift:
>> Ein Wort zu Freunden <<

woraus ich gerne die folgenden Sätze wörtlich zitieren möchte!

Wer miterlebt hat, aus welchen bescheidenen Anfängen sich der Fanfarenzug der Altstadtbauern zu einer leistungsstarken Musik-Show-Band entwickelt hat, kann dieser Gruppe nur herzlich gratulieren.

Diese positive Entwicklung war nur möglich durch den Eifer und Gemeinschaftssinn der Spielleute, die ihrem Verein in guten und in schlechten Zeiten die Treue hielten. Einen wesentliche Anteil hatten dabei die musikalischen Leiter, allen voran Karl Heinz Lay und die jeweiligen Vorsitzenden, die das Vereinsschiff stets auf klarem Kurs hielten.
Ich habe die Altstadtbauern einmal als "klingende Botschafter der Stadt Mainz" bezeichnet da sie nicht nur an unzähligen Veranstaltungen, Konzerten und Volksfesten in unserer Stadt mitgewirkt haben, sondern auch bei vielen Auftritten im In- und Ausland die Mainzer Farben vertraten.

Zur Erfolgsbilanz der Altstadtbauern gehören aber auch eine Anzahl von Altstadtfesten und alljährlich die echt määnzerischen Fastnachtssitzungen mit viel Eigengewächs.
Dies alles ist für mich Anlass, den Altstadtbauern für die bisherige Arbeit zu danken und dieser Gemeinschaft von Idealisten ein weiteres erfolgreiches Wirken zu wünschen.

Der Autor schließt mit dem Satz: "Ich bin froh, dass ich ihr Freund sein darf."

Es ist kein geringerer als der in Mainz für sein Sach- und Fachwissen hochgeschätzte ehemalige Bürgermeister und Sozialdezernent a. D. Karl Delorme.

Wir, die Altstadtbauern, schätzen uns glücklich einen Mann wie Karl Delorme unter unseren Freunden zu wissen.
 

Fastnacht bei den Altstadtbauern!

Wie von Karl Delorme bereits erwähnt, wird bei den Altstadtbauern nicht nur Musik gemacht sondern auch weit über 30 Jahre Fastnacht gefeiert.
Neben den musikalischen Erfolgen und zum Wohle der Mitglieder schufen sich die Altstadtbauern in der Fastnacht ein zweites Standbein!
Waren die ersten Aktivitäten in der 5. Jahreszeit noch Kappensitzungen in verschiedenen Altstadtlokalen, wurde doch der Wunsch nach einer Sitzung im größeren Stil immer größer.

Nach umfangreichen Vorbereitungen, der Gründung eines Komitees mit Karl Heinz Lay als Sitzungspräsident, wurde am 9. Februar 1974 im Goldsaal Mainz - Hilton die erste "Große Bauernsitzung" abgehalten.

Auch hier blieb der Erfolg nicht aus, hatten doch gleich in der ersten Bauernsitzung einige namhafte Kräfte aus der Mainzer Fastnacht bei den Altstadtbauern ihr Debüt gegeben. Weil nicht nur die Bühne sondern auch der Goldsaal bald aus allen Nähten platzte, war der Wechsel in einen größeren Saal unaufhaltsam. Im Jahre 1977 wechselte man mit Sitzungspräsident Friedel Klein, der Karl Heinz Lay bereits 1975 im Amt abgelöst hatte, in den Eltzer Hof.

Die Große Bauernsitzung wurde zu einem festen Bestandteil in der Vereinsgeschichte der Altstadtbauern und die Karten zu dieser Sitzung zu einem begehrten Objekt in der Mainzer Fastnacht.

Friedel Klein musste aus gesundheitlichen Gründen im Jahre 1983 die Präsidentenglocke aus der Hand geben und Helmut Ebling war es vergönnt, sein Nachfolger zu sein.
1994, nach 11 Jahren der Präsidentschaft folgte Manfred Friedrich. In der Zeit von 1999 bis 2001 war Edgar Gräf, 2002 und 2003 Jürgen Gros Sitzungspräsident der Altstadtbauern. Ab dem Jahre 2004 schwang nun Ansgar Klein die Präsidentenglocke bis zum Jahre 2006. Ab der Kampagne 2007 liegt das Amt bei Thomas Kaiser in besten Händen.

Wegen zu geringer Kartennachfrage mussten die Altstadtsitzung und der Herrenfrühschoppen in unserem Vereinsheim in der Kampagne 2004 / 2005 aus dem Veranstaltungsprogramm genommen werden.

Als im Jahre 2005 der Eltzer Hof wegen baulicher Mängel für Veranstaltungen jeder Art, also auch Fastnachtsveranstaltungen, geschlossen wurde, ging nach 28 Jahren auch ein Stück Bauerngeschichte zu Ende.

28 Jahren fand die Große Bauernsitzung im Eltzer - Hof statt und der Saal war in jedem Jahr mehr als ausverkauft!
Es war uns noch nie vergönnt alle Kartenwünsche zu erfüllen und wir mussten immer wieder um Verständnis bitten, wenn einige Kartenwünsche unerfüllt blieben.

Leider stand 2005 der Umzug vom Eltzer Hof in die „Alte Lockhalle“ aus den bereits genannten Gründen, unter keinem guten Stern, was sich auch auf die Vereinskasse sehr negativ auswirkte.
Das Thema „Alte Lockhalle“ wurde mit dem Grundsatz abgehakt:  "Einmal und nie mehr wieder!"

Die Große Bauernsitzung fand daher im Jahre 2006 erstmals im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz und wieder vor ausverkauftem Haus statt. Auch im Jahre 2007 konnten wir eine weitere Perle in die Erfolgskette der "Großen Bauersitzungen" einreihen.

Die Kurzkampagne 2008 und die Tatsache, dass gegebenes Wort nur bei bestimmten Vereinen eingehalten wird, bescherte uns für das Jahre 2008 den 13. Januar, einen Sonntagstermin im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz. Der Vorverkauf war alles andere als zufriedenstellend und so fasste der Vorstand am 3.12.2007, getreu dem Motto: "Lieber ein Ende mit Schrecken als viel Schrecken ohne Ende" und in Anbetracht eines zu erwartenden finanziellen Einbruchs den schweren, aber folgerichtigen Entschluss: "Die Sitzung fällt aus".

Im Jahre 2009 fand die Große Bauernsitzung mit gutem Erfolg und wieder mehr Zuspruch erstmals im Bürgerhaus Lerchenberg statt.
Im Jahre 2010 entschied man sich zum Wohle des qualitativen Inhalts für das Kulturheim in Weisenau als Veranstaltungsort. Dass man mit dem neuen Sitzungssaal zufrieden war, zeigt die Tatsache, dass auch in diesem Jahr die Jubiläumssitzung am gleichen Ort im Kulturheim in Weisenau stattfindet.

Aber: Das Thema "Fastnacht bei den Altstadtbauern" wäre ohne unse Damen nicht komplett.
Im Jahre 1998 wurde bei den Altstadtbauern das Damenkomitee gegründet und in der Kampagne 1999 fand in unserem Vereinsheim die erste Sitzung mit einem Damenkomitee statt.
Das Zepter der Sitzungspräsidentin schwang Silvia Kolter, was sie noch heute tut.
Bedingt durch die Saalverkleinerung in unserem Vereinsheim waren auch sie gezwungen 2 Mal den Sitzungsort zu wechseln, was sich nicht gerade positiv auf den Zuspruch und die Besucherzahlen auswirkte. Aber mit Kameradschaft und Teamgeist hat unser Damenkomitee bisher jedes Problem gemeistert und in der Kampagne 2010 sein 11-jähriges Bestehen gefeiert. Sie sind damit zu einem festen Bestandteil der Fastnacht bei den Altstadtbauern geworden und bleiben es hoffentlich noch viele – viele Jahre!
 

1996 – 2001

Als Karl Heinz Lay im Frühjahr 1996 aus privaten Gründen vom Amt des 1. Vorsitzenden zurücktrat, folgte ihm, nachdem der 2. Vorsitzende Hermann Kopp mit dem restlichen Vorstand kurzfristig die Vereinsführung übernommen hatte, im Herbst des gleichen Jahres Herbert Dörrschuck, der jedoch schon im Frühjahr 1998 aus geschäftlichen Gründen wieder sein Amt zur Verfügung stellte.

Nun war guter Rat teuer! Doch es gibt ein Sprichwort: "Nicht verzagen – Mayer fragen".

Mit Wolfgang Mayer wurde in der Jahreshauptversammlung 1998 ein Mann zum 1. Vorsitzenden gewählt der zu diesen Zeitpunkt bereits seit 35 Jahren den Altstadtbauern angehörte und in der Vergangenheit nicht nur als langjähriger Schatzmeister und 2. Vorsitzender seine Fähigkeiten und seine Qualifikation unter Beweis gestellt hat.
Wolfgang Mayer rechtfertigte das in ihn gesetzte Vertrauen und das Vereinsleben der Altstadtbauern nahm einen reibungslosen Ablauf ohne besondere Vorkommnisse.
 

2001 - 2006

Im Jahre 2001 wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen der Altstadtbauern unser Gründungsmitglied Horst Dieter Simon zum Ehrenmitglied ernannt.

Als im Jahre 2002 Wolfgang Mayer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für das Amt des 1. Vorsitzenden zur Verfügung stand, wurde Manfred Kremer zu seinem Nachfolger gewählt und somit bei den Altstadtbauern ein Generationswechsel vollzogen.

Beim Ordensfest 2005 wurden Wolfgang Mayer und Siegmund Baptistella auf Grund ihrer 40-jährigen aktiven Vereinszugehörigkeit zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Abgesehen von kleinen, aber lösbaren Problemen war das Jahr 2005 noch immer von dem finanziell negativen Erfolg unsere Großen Bauernsitzung in der "Alten Lokhalle" überschattet. Steigende Unkosten für unser Vereinsheim und der mangelhafte Besuch an den geöffneten Freitagen in unserem Vereinsheim wirkten sich sehr negativ und nicht nur auf die finanzielle Lage der Altstadtbauern aus.
 

2006 – 2010

Um der steigenden Unkosten Herr zu werden, welche nicht zuletzt durch die enormen Mietkosten für unser Vereinsheim verursacht wurden sah der Vorstand im Sommer 2006 nur einen Ausweg, den großen Saal zu verkleinern, was das Vereinsleben jedoch auch sehr einschränkte. Gemeinsame Veranstaltungen wie z.B. Weihnachtsfeiern, Ordensfeste und auch die Damensitzung konnten aus Platzmangel nicht mehr im Vereinsheim stattfinden.
Im Haus der Jugend der Stadt Mainz und ein Jahr später im Haus der Vereine in der Schillstraße wurde für die Damensitzung zwar ein neues Domizil gefunden, aber das Vereinsleben leidet sehr unter diesen Veränderungen.
Trotz aller Anstrengungen und Mühen das Vereinsheim zu halten, schwebt seit einigen Jahren über unserem Vereinsheim und über den Altstadtbauern das Damoklesschwert.
Die Absicht der Stadt Mainz mit Unterstützung des Landes Rheinland–Pfalz ein Archäologisches Zentrum in der südlichen Altstadt zu schaffen und somit unter anderem die Verlagerung des Römisch–Germanischen Zentralmuseums in die Neutorstraße zu verlegen. Die Neutorschule, welche seit über 20 Jahren Heimstadt der Altstadtbauern ist, wurde trotz Denkmalschutz und dem Protest vieler Mainzer Bürger zum Abriss freigegeben. Die Altstadtbauern sind seit dieser Zeit Mieter auf Abruf.
Auch das Jahr 2008 war für die Altstadtbauern gezeichnet von Pleiten, Pech und Pannen. Im April legte Helmut Ebling nach fast 12-jähriger Tätigkeit als Sprecher im "Großen Bauernrat" sein Amt nieder. Hermann Kopp, welcher viele Jahre gemeinsam mit Helmut Ebling die Geschicke im "Großen Bauernrat" gelenkt hatte sowie Walter Drews wurden die Nachfolger.
Von unserem Ehrenvorsitzenden Friedel Klein mussten wir am 11. August 2008 Abschied nehmen und ihn auf seinem letzten Weg begleiten.
In Herbst des gleichen Jahres war auch Manfred Kremer mit seinem Latein am Ende. Er legte das Amt des 1. Vorsitzenden aus privaten Gründen nieder und ließ wenige Tage später sogar seinen Austritt aus dem Verein folgen.

Seinem Vorschlag, den ersten Schriftführer Holger Klein bis zur nächsten Jahreshauptversammlung kommissarisch mit der Vereinsführung zu beauftragen, kam der Vorstand nach.
Mit der Zeit stellte sich jedoch heraus dass auch dies keine Langzeitlösung war. So legte Holger Klein sein Amt als 1. Vorsitzender bereits im Oktober 2009 nieder.
Daraufhin wurde wiederum kommissarisch Rolf Hammen als 1. Vorsitzender mit der Vereinsführung betraut und bereits bei der Mitgliederversammlung am 12. März 2010 im Amt bestätigt.
Als Rolf Hammen das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm, war er sich der Schwere und Verantwortung bewusst, die von nun an auf seinen Schultern lastet.
Das 50-jährige Vereinsjubiläum im Jahre 2011 und der Umzug in ein anderes Vereinsheim, wohin auch immer, haben neben der üblichen Vorstandsarbeit Priorität. Rolf Hammen verfolgte von nun an neue Ziele und gewann so das Vertrauen der "Altgedienten" Altstadtbauern zurück, was sich seit dieser Zeit wieder sehr positiv auf das Vereinsleben ausgewirkt hat. Kurzum das Schicksal hat es mit den Altstadtbauern in den letzten Jahren nicht besonders gut gemeint. Bezüglich Vereinsheim und dessen Standort wurde immer wieder mal eine Sau durch die Altstadt getrieben. Auf einen konkreten Termin seitens der Stadt Mainz, den Standort und den Umzugstermin betreffend, mussten wir lange Zeit warten. Kritische Stimmen machten das Schicksal der Altstadtbauern und ihr Fortbestehen schon vom Ausgang dieser Angelegenheit "Vereinsheim" abhängig.

Aber wie sagt ein altes Sprichwort: "Totgeglaubte leben länger".

Seit dem Sommer des vergangenen Jahres herrscht nun Klarheit über das neue Domizil der Altstadtbauern. Die Zitadelle wird unser neues Zuhause.
Wegen Verzögerung der Bautätigkeit am Archäologischen Zentrum können wir bis Ende der Jubiläumskampagne unser Vereinsheim in der Neutorschule, sogar wieder mit großem Saal, uneingeschränkt nutzen.
Trotz der zu erwartenden arbeitsreichen Wochen und Monate der Umbauphase überwiegt die Vorfreude auf unser neues Vereinsheim.
Und schon sind wir wieder in der Gegenwart angekommen.

Die Altstadtbauern sind 50 Jahre alt geworden oder auch 50 Jahre jung geblieben.

Das liebe Freunde müssen Sie entscheiden.
Aber wir haben 50 Jahre mit vielen Höhen und auch einigen Tiefen erlebt und was für uns viel wichtiger ist: >>wir haben sie überlebt<<

Der Kreis hat sich geschlossen >>2011 - 50 Jahre "Die Bauern"<<.
Stellvertretend für alle aktiven und inaktiven Mitglieder möchte ich mich bei einer Dame bedanken die den Altstadtbauern seit 50 Jahre die Treue hält, bei unserem Gründungs- und Ehrenmitglied

>>Sieglinde Baptistella<<

Sie gehört den Altstadtbauern nicht nur seit 50 Jahren als aktive Spielerin in unserem Musikzug an, sie hat auch in vielen Epochen als Vorstandsmitglied die Vereinsgeschichte mit gestaltet und geprägt.

Sieglinde Baptistella liefert aber auch den besten Beweis, dass die Altstadtbauern sich auch als Familienverein einen Namen gemacht haben.

Sie spielt nicht nur seit 50 Jahren aktiv im Musikzug, nein sie steht auch seit einigen Jahrzehnten mit Ihren beiden Söhnen Siegmund und Guido und seit vielen Jahren sogar mit Ihrer Enkeltochter Jeannine, unserer heutigen 2. Vorsitzenden, gemeinsam auf der Bühne. Ihr Urenkel Leon hat sie am 10. Mai nicht nur zur Uroma gemacht, nein er ist auch seit dem Tag seiner Geburt bereits Mitglied bei den Altstadtbauern und somit zurzeit das jüngste Mitglied in unseren Reihen.
Wie mir von der Uroma Sieglinde glaubhaft versichert wurde ist er schon in den Kreis der Bläser aufgenommen. Zwar bläst er noch oft in die falsche Richtung und ist außerdem noch nicht ganz Notenfest. Auch wurden bereits Wetten abgeschlossen, ob Leon zuerst laufen oder Trompete spielen kann – denn bei einer solchen Uroma ist in Verbindung mit der Musik und den Altstadtbauern nichts unmöglich.

Mögen diesem Beispiel noch viele folgen und so das Fortbestehen unserer >>Altstadtbauern<< sichern!

Verfasser: Friedel Klein und Helmut Ebling
 

2011 – 2015

Zunächst einmal herzlichen Dank an meine beiden Vorgänger als Chronisten, oder wie sie immer selbst gesagt haben "Aufschreiber", Gottfried Klein und Helmut Ebling.

Ich beabsichtige diese Aufschreibungen fortzusetzen und die letzten 5 Jahre zu Papier zu bringen unter dem Zitat:

Immer strebe zum Ganzen
und, kannst du selber kein Ganzes werden,
als dienendes Glied schließ an ein Ganzes dich an!

Friedrich Schiller

Nach unserem 50. Vereinsjubiläum sah momentan die Welt wieder rosarot aus, bis die nächsten Rückschläge kamen:

Unser 1. Vorsitzender Rolf Hammen, der am 12.3.2010 von der Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit gewählt wurde, stellte nach persönlichen und gesundheitlichen Gründen am 16.6.2011 sein Amt wieder zur Verfügung.

Auch löste sich die Zusage für unser "neues Vereinsheim auf der Zitadelle" in Schall und Rauch auf.

Die Stimmung unter den Aktiven war nicht die Beste. Dazu kamen finanzielle Probleme, die z. B. die Anmietung unseres Vereinsheimes für eine Festivität, die im Nachhinein nicht definierbar war. Ebenso der Eintrag in ein undurchsichtiges Branchenverzeichnis. Auch der Mietvertrag für das Vereinsheim betreffend der Nebenkosten belastete nicht nur das Verantwortungsbewusstsein der Vorstandsmitglieder, sondern auch das Konto.

Trost fanden wir in unseren vereinsinternen Festivitäten wie u. a. Aktivenabende und unsere Weihnachtsfeier.

So verging das Jahr 2011. Bei unserer Mitgliederversammlung am 16.3.2012 stellte sich Frau Gabriele Weber-Appel als 1. Vorsitzende kommissarisch zur Verfügung. Hier schöpften wir wieder Hoffnung, denn sie war als aktive Musikerin mit unseren Spielern bestens "verdrahtet". Frau Weber-Appel wurde dann am 8.3.2013 bei der Mitgliederversammlung zur 1. Vorsitzenden gewählt. Zwischenzeitlich hatte sie es geschafft, in Verhandlungen mit der Stadt Mainz die Frage "Neues Vereinsheim" und was fast noch wichtiger war, das jahreslange Problem "Mietvertrag/Nebenkosten" zu klären. Sie konnte diese Ungereimtheiten vertraglich regeln. Jetzt war es uns wieder möglich entsprechend planen zu können.

Es ging im Jahr 2013 erst einmal positiv weiter nach dem Motto: "Auch die Altstadtbauern finden ein neues Vereinsheim" Wir dürfen in der Neutorschule bleiben, müssen aber in einen Seitentrakt umziehen. Allerdings konnte der Umzug und der Bezug der Räumlichkeiten erst nach umfangreichen Umbau- und Renovierungs­arbeiten erfolgen.

Am 25.1.2013 standen die ersten Pläne zur Verfügung, bereits Ende April waren die Grobarbeiten erledigt. Die offizielle Einweihung fand gemeinsam mit den "Mainzer Winterhafen Musikanten" und dem Mainz 05-Fanclub "Die Sinnlosen" mit einem Oktoberfest statt.

Hier ist einmal stellvertretend für alle Helfer unser Aktiver, Siegmund Baptistella zu nennen, da er die gesamten Planungs- und Umbauarbeiten zu verantworten hatte. "Danke Siggi!"

Leider hat uns nach den intensiven Umbauarbeiten unser Stabführer Michael Guckes aus beruflichen Gründen verlassen. Er war über 40 Jahre lang aktiver Musiker, davon 20 Jahre als Stabführer tätig und zählte zu unseren Ehrenmitgliedern. Auch bei der Neugestaltung des Vereinsheims stand er immer in der ersten Reihe. Wir wünschen ihm und seiner Familie alles Gute, weiterhin Erfolg und vor allen Dingen Gesundheit.

Endgültig verabschieden mussten wir uns von Helmut Ebling, der am 5.4.2013 verstorben ist. Er war uns langjähriger Sitzungspräsident, Sprecher und Gründer des "Großen Bauern Rates", unser fachkundiger Berater und Chronist. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Nach unserem Oktoberfest ging es mit der Planung für Fastnacht weiter. Es stand schon wieder die 5. Jahreszeit vor der Tür, die auf Grund der positiven Ereignisse des vergangenen Jahres mit Spaß und Elan absolviert wurden. Im Saal und auf den Straßen gaben "Die Bauern" ein hervorragendes Bild ab. So endete die Kampagne 2013/2014.

Am 14.02.2014 veranstaltete der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) in der Neutorschule einen Informationsabend unter dem Motto: "Nachbarn stellen sich vor."
Anwesend waren: vom LBB: Frau Kreckel, Frau Schewe, Herr Gerts, MdL, von der Stadt Mainz: Frau Brede-Hoffmann, Ortsvorsteherin Mainz- Altstadt, OB Michael Ebling und von der Stadtverwaltung die Herren Brümmendorf und Nonnweiler.

Eine von Guido Baptistella erstellte Dia-Show über unsere Vereinsaktivitäten wurde von Hermann Kopp kommentiert und fand viel Zustimmung und Anerkennung. Die ca. 100 anwesenden Gäste genossen im Anschluss die musikalischen Darbietungen unserer Musik-Show-Band. Es war eine gelungene Veranstaltung.

Auch unser Vorstand beging neue Wege, zu dem unter anderem auch die Einführung des elektronischen Schriftverkehrs gehörte.

Insgesamt verlief das Jahr 2014 in ruhigem Fahrwasser, was sich bei allen Aktiven, dem Vorstand, den Elferräten und dem Großen Bauernrat positiv bemerkbar machte.

Die Kampagne 2015, beginnend mit dem Neujahrsumzug, der Großen Bauernsitzung unter der Leitung von Sitzungspräsident Thomas Kaiser, Planung Peter Feuerbach und Regie Toni Liers, zum ersten Mal war unser OB Michael Ebling anwesend, der Damensitzung, der Rathausstürmung, dem Jugendmaskenzug, dem Rosenmontagszug, dem Heringsessen am Aschermittwoch sowie diversen Gastauftritten, war ein voller Erfolg.

Allerdings fand, aus technischen Gründen, erstmals die Große Bauernsitzung ohne die Show des Musikzuges statt. Lediglich der Einzug und der Ausmarsch des Komitees wurden musikalisch begleitet.

Nach einem erfolgreichem Jahresbeginn wurde am 8.5.2015 bei unserer Mitgliederversammlung bekannt, dass unsere 1. Vorsitzende Frau Gabriele Weber-Appel aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung steht. Ihr nochmals herzlichen Dank für die geleistete Arbeit.

Nun war guter Rat teuer. Unser Aktiver Thomas Kümmet erkannte die Situation, stellte sich zur Verfügung und gab spontan sein JA-Wort zur Kandidatur. Die anstehende Wahl des 1. Vorsitzenden, sowie die Wahl des gesamten Vorstandes ging reibungslos über die Bühne. Unter der Führung des neuen Vorsitzenden und des Vorstandes wurde das Vereinsleben wiederbelebt. So wurden z. B. wieder der monatliche Freitagsstamm­tisch belebt, ein Sommerfest mit befreundeten Vereinen, eine gemeinsame Weihnachtsfeier mit allen Aktiven, den Nichtaktiven, dem Großen Bauernrat der Altstadtbauern und das Ordensfest mit Erfolg ausgerichtet.

Geplant wurde schon im Vorfeld, dass in 2016 wieder ein närrischer Herrenfrühschoppen stattfinden soll.

In der Leitung des Großen Bauernrates stand eine Änderung bevor: Hermann Kopp, seit 2008 Sprecher des Großen Bauernrates, zieht sich aus Altersgründen zurück und übergibt an Walter Drews, dem Siegfried Gimmel zur Seite steht. Hermann Kopp steht weiterhin als beratendes Mitglied zur Verfügung.

In der Gewissheit, dass die Musik-Show-Band, Mainz-Altstadt, "Die Bauern" auch in den nächsten Jahren als "Klingende Botschafter aus Mainz" mit ihrer Musik die Menschen erfreuen werden, wünsche ich für die Zukunft viel Erfolg, Gesundheit und viel Spaß an de Freid.

Mainz, im Januar 2016
Verfasser: Hermann Kopp